Das "Bücher mit Herz-Team" wünscht Dir und Deiner Familie einen freudvollen Wandel in ein bewussteres Zeitalter! Bleibe optimistisch, erfreue Dich an kleinen Dingen und verbringe bewusst Zeit mit lieben Menschen, die Dir am Herzen liegen.
23.2.2019 – Die Tage hier in Tarifa sind einsam. Auch wenn ich dieses Alleinsein genieße, komme ich viel zum Nachdenken. Frage mich, was das hier eigentlich alles soll?
Ein Hintergrund meiner Reise war schon auch, dass diese einen Sinn haben sollte, im Sinne von einem Dienste an die Menschheit. Ich möchte helfen, dienen, damit das Ganze einen Sinn bekommt.
In aller Dankbarkeit gehe ich an diese Reise ran. Denn es geht mir gut. Ob ich das meiner Bewusstseinsentwicklung zu verdanken habe? Zwar merke ich, dass mir selbst auferlegter Stress und Getriebenheit nicht gut bekommen, und ich weiß, dass ich rasch wieder zurückverfallen kann, wenn ich mich in alte Muster begebe. Und dies passiert auch wiederholt. Doch erkenne ich es heutzutage schnell und weiß es zu schätzen, wenn mein Körper mit Beschwerden reagiert, nehme es als Chance zur Veränderung dankend an und sehe mich nicht mehr als Opfer.
Doch da muss doch noch ein tieferer Sinn dahinter stecken! Das kann es nicht alles gewesen sein! Nur einfach so? Es muss einen größeren Grund haben, warum ich diese Reise machen darf! Wo darf ich dienen? Wo darf ich mich einbringen? Wo ist der Sinn? Wo kann und darf ich meine Stärken und Werte leben, und jemandem, der es nötig hat, damit helfen?
Noch bin ich nicht auf einen solchen Sinn gestoßen. Doch ich vertraue darauf, dass ich den Sinn gar nicht suchen muss! ER WIRD MICH FINDEN! Ich bin einfach von tiefstem Herzen dankbar, dass ich jetzt diese Reise machen darf, einfach nur der Reise wegen, um Europa zu entdecken erstmal, um Menschen zu begegnen, um Sprachen aufzufrischen, um zur Ruhe zu kommen, um zu entdecken, was auch immer es zu entdecken gibt!
Chancen nützen
Täglich stoße ich auf Situationen, wo ich – jedoch erst nachträglich, wenn es schon (fast) zu spät ist – draufkomme, das hätte ein Zeichen sein können, wo ich ins Handeln hätte kommen können, wo mir das Leben sagt: Hier bin ich! Hier hast du, nimm es an! Handle! Tu was draus! Hier hast du eine Möglichkeit, dich einzubringen!
Zum Beispiel saß ich in der Abendsonne am Strand auf den Holzstiegen des noch nicht in Betrieb genommenen Om-Beach-Clubs und las in meinem Buch „Denken wie ein Shaolin“. Da begrüßte mich von hinten eine Schnauze eines so entzückenden Collie-Husky-Mischlings (würde ich mal meinen). Er hatte ein bunt gemixtes vordergründig weißes Langhaarfell und blitzblaue Augen und lächelte mich mit seinem Anstupsen an. Es war so eine Freude mit ihm zu kommunizieren, ohne dass ich seine Sprache sprechen musste, verstanden wir uns prächtig. Wir waren sofort ein Herz und eine Seele. Und was mach ich draus? Hinter uns standen sein Herrchen und Frauchen, zwei junge Spanier, die sich mit noch einem Landsgenossen intensiv – schätzungsweise geschäftlich – unterhielten. Sie waren sehr offenherzig und auch zu ihrem Hund sehr liebevoll. Der Hund kam während dieses Gesprächs, das sicher 10-15 Minuten lang gedauert hatte, immer wieder zu mir, ließ sich streicheln und schmiegte sich Gesicht zu Gesicht an mich. Dann verließen sie die Strandbar so plötzlich wie sie gekommen waren. Und was machte ich draus? Erst danach fiel mir ein, dass ich hätte fragen können, ob sie nicht die nächsten Tage mal einen Hundesitter benötigen könnten. Chance nicht genützt, liebe Selina! Aber gut, Einsicht ist der beste Weg zur Besserung. Zumindest hatte ich damit eine Idee geboren, denn es liefen hier unzählige Hunde mit ihren Besitzern den Strand entlang. Das gleiche passierte mir einige Male mit Kindern und ihren Eltern. Immer wieder stieß ich auf Möglichkeiten, wo ich hätte fragen können. Mein Herz geht auf, wenn ich Kinder sehe, bei Babies zerfließe ich förmlich. Doch bei Kindern tue ich mir viel schwerer. Sie können meine Sprache nicht und ich ihre ebenso wenig. Und warum sollten Eltern einer wildfremde Person ihr Kind so mir nichts dir nichts anvertrauen?
Wenn es sein soll, dann wird sich etwas anbieten! Auch ohne mein gewohntes kämpferisches Zutun wird sich eine Chance öffnen. Ich VERTRAUE!
Auch bei der Planung meiner Reise versuche ich intuitiv und im Flow zu handeln. Zwar plane ich durchaus Zug um Zug meine Standorte durch, aber immer nur so weit, wie es gerade leicht von der Hand geht. Wenn ich merke, eine Planung will nicht so recht aufgehen, wie ich es mir gerade vorstelle, dann lasse ich es wieder sein. Dann ist es wohl gerade nicht der richtige Zeitpunkt. Ala „Wu wei – die Kunst des Nicht-Handelns“.
Einsamkeit
Bin ich einsam?, frage ich mich und fühle in mich hinein. Doch wenn ich mich so beobachte, merke ich, dass ich gar nicht richtig die Einsamkeit spüren kann, weil ich sie vermeide zu spüren. In dem ich – was mein Wesen so ausmacht – immer aktiv bin. Selten schaffe ich es, einmal 10 Minuten nur zu SEIN, ohne etwas zu tun und dann sind meine Gedanken aktiv.
Auch Meditieren tue ich jetzt weniger, doch bewusst bemühe ich mich, viel mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in meinen Tag zu bringen. Alles was ich tue viel mehr im Hier und Jetzt zu machen. Natürlich gelingt mir das nicht ständig, doch merklich besser als in meinem Alltag daheim. Ich bin hier viel weniger abgelenkt von all den vielen Dingen, die gibt es hier nicht, meine Getriebenheit ist auf Reisen verschwunden. Es ist mir hier egal, ob ich nichts mache. Ich brauche weder mir noch jemandem anderen etwas zu beweisen.
Am liebsten führt mich der Weg auf den Strand, wo ich meine von den Schuhen befreiten Fußspuren in den Sand setzen kann. Meine Nägel zu maniküren – in der Sonne sitzend auf einer Bank eines noch geschlossenen Strandlokals – mitten am Strand an der südlichsten Spitze Spaniens am Atlantischen Ozean, hatte heute etwas Besonderes. Es ist ein so gutes Gefühl, einfach Zeit zu haben, es ist ein so wertvolles Gut! Zwischendurch gingen Leute am Steg bei mir vorbei, die sich womöglich gefragt haben, ob ich irgendwie nicht ganz richtig ticke. Doch das war mir egal. Es ist mir hier wurscht, was die Leute von mir denken.
Ist es mir wurscht?
Später dachte ich darüber nach. Das ich so locker behauptete, es sei mir egal, wie ich bei anderen ankomme, war nicht ganz korrekt. Denn natürlich schaue auch ich, dass ich Fotos auf Instagram poste, auf denen ich mir gefalle, und lösche diejenigen, die mich weniger attraktiv aussehen lassen. Und natürlich fühle ich mich auch nicht gut, wenn ich einen großen Bauch habe, vor allem weil ich oft ins Fettnäpfchen trete, da ich eine schlanke Figur habe, jedoch ich durch meinen Bauch aussehe, als wäre ich schwanger. Und mir dies schon öfter passiert ist, dass Leute freudig glauben, ich „Alte“ erwarte ein Kind. Peinlich sag ich euch nur! Da heißt es wirklich eine gute Selbstliebe zu haben, um dies gelassen hinzunehmen und zu sagen, es ist mir wurscht, was die Leute denken oder reden. Dennoch werde ich mich jetzt nicht der anderen wegen kasteien und tägliche stundenlange Workouts pflegen, nur weil es ein besseres Bild abgeben würde mit einem flacheren Bauch.
Backpacking-Abend
Am Abend ging ich erstmals „aus“. Haha – mein schönstes Gewand als Backpackerin waren meine Laufschuhe, eine Leggings und die schwarze Desigual-Spitzen-Bluse, die mir mein jüngeres Töchterlein zu Weihnachten geschenkt hat für die Reise, sie ist besonders leicht, vom Gewicht her also ideal für eine Backpacking-Reise. Meine Freundin erzählte mir gestern am Telefon, dass sie tanzen geht. Das veranlasste mein Gemüt zur Sehnsucht nach Musik und Tanz. Und überall hier in Spanien sieht man Flamenco-Plakat-Einladungen. So machte ich mich abends frisch geduscht und Haare gewaschen mit meinem aberwitzigen Ausgehgewand auf den Weg, auch weil ich eine Wäscherei für den nächsten Tag inspizieren wollte. Die untergehende Sonne im Abendrot veranlasste mich jedoch, einen anderen Weg als zur möglichen Wäscherei einzuschlagen. So ging ich die Strandpromenade entlang. Und wie es ist, wenn man sich von der inneren Weisheit führen lässt, stieß ich auf wohlklingende spanische Musikklänge und eine ausgelassene Menschenmenge, bis ich erkannte, dass es sich um ein Strandlokal handelte. Bunte Glühbirnen, Palmen und Strohdächer, ein buntes Ambiente, das sehr einladend auf mich wirkte. Soll ich es nun wirklich wagen, näherzurücken, mich in das Menschengetummel zu schmeißen? Klar doch, mutig wie ich bin, wagte ich es. Wer nicht wagt, gewinnt nicht! Und ich gewann! Genau das, was ich bekam, wünschte ich mir. LIVE-MUSIK wie ich sie liebe! Diese spanischen Flamenco-Klänge und die ausgelassenen Gemüter der zumeist, aber nicht nur, jungen Leute, auch Hunde und Kinder waren zugegen, es war ja erst knapp20 Uhram Abend! Hätte ich mir nie gedacht, dass ich noch dazu zu so früher Stunde ein solches Ambiente vorfinde, es hätte nicht besser sein können. Und all das auch noch direkt am Oezan bei rauschendem Wellenklängen. Ich stellte mich in den Eingang ums Eck angelehnt an einen Holztisch und sah begeistert den Bewegungen zu, die mich umgaben. Es gab mir Berge, die Menschen zu beobachten. Kurz überlegte ich, mir ein Cerveza zu bestellen, doch es war nicht nötig. Alles war just for free… die Musik, ich musste auch nichts bestellen, es trafen sich die einen oder anderen Blicken sowohl von Frauen als auch von Männern, doch keiner schien mir bedeutungsvolle Aufmerksamkeit zu schenken.
Aus lauter Dankbarkeit und Rührung kamen mir die Tränen. Und dann auch wieder aus Einsamkeit. Gerne hätte ich jetzt …. jemanden bei mir…. mein Süßer vielleicht? Oder eine Freundin. Meine Töchter. Alleine ist es schon ziemlich opfermäßig hier. Doch ich setzte dankbar eine fried- und lichtvolle Miene auf, erfreute mich einfach der Musik und der Menschen um mich, die freudig und flamencotanzend mit dem einen oder anderen Bier in der Hand ausgelassen den Abend genossen. Ein sympathischer, attraktiver Mann, der an mir vorbei musste, machte eine nette Geste: er lächelte mich an, dabei fuhr er mir kurz durchs Haar und stupste meinen Nacken. Dann ging er zu seiner Freundin und küsste sie. Sehnsucht!
Neugierig wollte ich wissen, was sich hinten im Lokal noch verbarg… Ich drängte mich durch die Menschenmenge und entdeckte einen Billardtisch. … Erinnerung! Sehnsucht! Süßer!
Eine Weile setzte ich mich an einen Stehtisch und beobachtete das bunte Treiben der menschlichen Begegnungen. Dann machte ich mich auf den Heimweg, inspizierte die gesuchte Wäscherei und kaufte noch günstiges spanisches Nutella, da ich mir Palatschinken machen wollte. Doch die Hostel-Küche war belagert von neuen Gästen – ich wollte meine Ruhe haben. Dankbar ging ich mit den nötigen Speisen in mein 6er-Zimmer, das ich glücklicherweise für mich alleine hatte, setzte mich auf das Nebenbett, aß Nutella-Brot und trank Rosé-Wein… Neben Klängen meines geliebten Eros.
Folge deinem Herzen, es kennt den Weg!
Meine Reise setzt sich fort – Von Europa nach Hawaii – mit Bildern und Highlights auf Instagram unter #fromeuropetohawaii nachzulesen.
Mehr folgt in den nächsten Ausgaben meines REISEBLOGS.
18. Februar 2019 – Córdoba – Im Bus nach Córdoba/Spanien beginne ich meine Erzählung aufzuschreiben.
Weichenstellungen – Wie ist die Idee einer Reise entstanden?
Idee Jakobsweg
Erst kam der Wunsch, einmal den Jakobsweg zu gehen. Nachdem ich mehrmals nach Mariazell gepilgert bin und ich es außerdem liebe, mich in der Natur zu bewegen, wurde der Ruf nach mehr in mir geweckt. Reisen war schon lange meine Leidenschaft. Das Jahr 2017 kürte ich zu meinem intensivsten Reisejahr, wodurch mein Fernweh nur noch mehr geschürt wurde. Zu verdanken hatte ich dies auch meiner älteren Tochter, die mir damals als Stewardess ermöglichen konnte, mit ihr zweimal nach Amerika zu reisen.
Freiheit
Mein Lieblingsfilm “Eat Pray Love” mit Julia Roberts und Javier Bardem öffnete mein Herz, animierte mich zu einer ähnlichen Reise: erst Italien zum Essen, dann Indien zum Beten, dann Bali zum Verlieben. Welch wundervolle Vorstellung! Ich begann, nach dem Ende meiner 2 1/2-jährigen Beziehung meine Freiheit zu genießen – wobei Freiheit bei mir anders zu verstehen ist. Andere würden jetzt auf den Putz hauen, fortgehen, sich mit anderen Männern vergnügen. Das ist es nicht, was ICH unter Freiheit verstehe. Für mich ist Freiheit, meine Wahrheit zu leben. Ganz ich sein zu dürfen, mich nicht für einen anderen verbiegen oder verstellen zu müssen. Das zu leben, was mir wichtig ist. Trotz dieser nun gewonnenen Freiheit verspürte ich den Wunsch nach „dem“ Seelenpartner, der mich eben so nimmt wie ich bin. Mit all meinen Macken und Freiheitslieben. Und natürlich auch umgekehrt. Ein Mensch, dem ich alle meine Gefühle anvertrauen kann, mit dem ich gemeinsam wachsen kann. Mit all unseren Programmen und Gefühlen, in vollkommener Akzeptanz, ohne Erwartungen, bedingungslos liebend. In einer Meditation spürte ich ganz deutlich, dass es diesen gibt und er auf mich irgendwo wartet. Geduldig. Bis ich soweit bin. Und er.
Meine Überlegung kam auf, ob nicht doch mein Ex-Freund mein Seelenpartner sei. Von inniger Liebe in meinem Herzen spürend, wechselte meine Stimmung durch aufkommenden Zweifel gerne seine Farbe. Ist er mein Seelenpartner? Doch wie könne dies der Fall sein, wenn ich Zweifel hege? Wenn er mein Seelenpartner wäre, würde ich es wissen und nicht zweifeln!
Doch ohne Zweifel konnte ich mich nicht auf eine solch längere Reise einlassen, mit dem Wissen, dass jemand daheim auf mich wartet. Ich brauchte den Kopf frei, um meine Wahrheit leben zu können, ohne – in welcher Form auch immer – gehemmt sein zu müssen.
Zeichen
Spannend waren nichtsdestotrotz die Zeichen, in denen ich jedesmal den Eiffelturm wahrnehmen konnte – sei es in einem Video von Phil Good auf dessen Polster auf der Couch oder einer Karte im Scheckkarten-Format, auf der stand “Folge deinem Herzen”, die mir später auch noch meine Freundin aus ihrem Buchladen schenkte. Finde ich in Paris meinen Seelenpartner?
Die Sehnsucht nach Hawaii verspürte ich erstmals durch den Film und die Musik “The Descendants”. In einem Video und auch davor schon mal beim Verlag hörte ich weiters von „ho’oponopono“, es ist ein Ritual aus Hawaii, bei dem es um Vergebung geht, welches mich wiederum zu den Hawaiianischen Inseln führte. Meine Ambition, irgendwann nach Hawaii zu kommen, wurde mit dem Video verstärkt und durch die Tatsache, dass die Hawaiianer so friedlich miteinander leben. Zugefallen ist mir obendrein ein Reiseführer über Hawaii in der schon erwähnten Lieblingsbuchhandlung Skybooks in Mödling, den ich – als er mir ins Auge gestochen war – um einen Euro gebraucht womöglich in weiser Voraussicht erwarb.
Ruf des Herzens folgen
Aus den Zeichen, die ich erhalten habe, entstand ein Ruf, dem ich folgen wollte. Weitere Weichen wurden gestellt, bis der Beginn (m)einer Reise Wirklichkeit wurde. Es ergab sich eines ins andere. Im Herbst 2018 packte mich endgültig der Entschluss, auf Reisen zu gehen – aus mehreren Gründen: Ich war Single, meine Kinder sind erwachsen geworden und haben beide einen Job, verdienen ihr eigenes Geld, sind autark genug, alleine ihren Weg zu gehen, sodass ich als Mutter meinen Ruf folgen oder auch meinen Spleen durchsetzen kann. Ich las mehrere Bücher, die mir wiederum zufällig in die Hände geraten waren. Es war die „Magnolienfrau“ und „Mit 50 Euro um die Welt“. Beide Bücher waren für mich sehr bewegend und inspirierend. Zweiteres erzählt von einem jungen deutschen Burschen, der eine 4-jährige Weltreise machte. Er führte mich zu der Möglichkeit des Couchsurfens. Sogleich lud ich mir die entsprechende App herunter und registrierte mich, um näher in die Welt des „Low-Budget“-Reisens einzutauchen.
Wir kündigten schweren Herzens unsere Wohnung in Liesing, in der wir fast 12 Jahre gelebt hatten. Zwei Jahre zuvor zog ich bereits nach Mödling, was ich positiven Umständen verdankte. Meine jüngere Tochter wohnte seitdem mit ihrem Freund in der Liesinger Wohnung. Es war jedoch eine kostspielige Angelegenheit, und so ließ die Trennung der beiden die Entscheidung fällen, die Wohnung aufzugeben. Meine Idee entstand, meiner Tochter anzubieten, während meiner Reise, die ich einmal geistig mit einem halben Jahr einplante, in meine kleine Mödlinger Wohnung zu ziehen. So wäre uns beiden finanziell erst einmal geholfen.
Natürlich würde meine Reise eine „Low-Budget“-Reise werden. Ich informierte mich in unzähligen Videos von Weltreisenden über alles Notwendige. Auch der Jakobsweg kam mir dabei wieder unter. Ich würde eine Küstenvariante wählen wollen und kaufte mir bereits einen Wanderführer für die Region des Camino del Norte wie auch den des Camino de Portuguese. Es gibt – mit wem ich auch spreche – so einige Für und Wider was die Küste und auch Portugal anbelangt. Vielleicht mache ich auch Teile von jedem. Eine Option für mich wäre, nach meiner Mariazell-Pilgerung Anfang Juni weiter zu pilgern und zu trampen, ein bisschen mit dem Zug, ein bisschen mit dem Bus, und zu wandern, wenn mir danach ist – auf diese Weise in Richtung Westen bis nach Paris, dort weiter Richtung Spanien und Portugal bis nach Santiago de Compostela. Und wenn es mir zu heiß wird, lege ich einen Low-Budget-Meeresaufenthalt ein, wo es mir gerade gefällt. Es kamen mir auch weitere Optionen in den Sinn, im wahrsten Sinne, denn Sinn soll das Ganze jedenfalls auch haben… im Dienste der Menschheit.
Ein Ashram in Indien für vier Wochen als Reisebeginn bewegte zuerst mein Herz. Nicht zuletzt Dank „Eat Pray Love„, wo die Hauptdarstellerin in Indien betete, und Dank der „Magnolienfrau“, die in Indien ihre Liebe fand. Ich suchte mir ein Ashram in Goa aus, denn ich liebe das Meer. Ich war beinahe soweit, dass ich buchte. Doch es kamen Bedenken auf, einige Freundinnen und Bekannte rieten von Indien als erste Destination ab und ich bekam nicht nur Angst wegen ihrer Sorgen, was in einem Land wie Indien alles auf mich als Frau zukommen könnte, sondern auch wegen notwendiger Impfungen, die ich vermeiden wollte. Ich machte einen Impfstatus bei meiner Ärztin, die feststellte, dass ich Hepatitis A noch geschützt bin, obwohl meine Impfungen mehr als 20 Jahre zurücklagen. Doch die Ärztin empfahl mir eine Reihe anderer Impfungen, wie Cholera und Hepatitis B, welche ich sogleich trotz meiner inneren Impfabwehr in der Apotheke besorgte. Erst danach las ich im Internet nach, was diese Impfungen für Nebenwirkungen haben können. Obwohl ich davor schon intuitiv wusste, dass ich mich nicht impfen lassen möchte, löste erst das Nachlesen meine Entscheidung aus, mir weder die anderen Empfehlungen noch die beiden bereits im Kühlschrank gelagerten Impfungen zu injizieren. 70,- Euro liegen nun brach, aber gekühlt werden sie wenigstens.
Durch all diese Umstände kam die Idee auf, erst einmal Europa zu bereisen. Mit dieser Entscheidung war ich beruhigter, auch um Sprachen aufzufrischen, denn Englisch konnte ich zwar kommunizieren, doch fehlte mir sehr viel an Routine und Vokabeln, erst recht in Italienisch. Ich begann englische Videos zu schauen und meine Lern-Hörbücher zu hören. In der EU unterwegs zu sein als Start meiner Reise wog mich in Sicherheit. Nur unentschieden war ich, mit welcher Stadt ich beginnen würde. Paris?
Die möglichen Flüge und Hostels als Unterkünfte zu checken, waren der Anfang, ebenso wie die Couchsurfing-App zu durchforsten. Meine Freundin bekam auch Freude daran, und wollte mich die ersten Tage begleiten. Sie wollte immer schon nach Barcelona. So war es dann auch, ich begann meine Reise in Spanien, nicht in Frankreich. Barcelona hat mich vor 10 Jahren schon sehr fasziniert. Ich wollte am 4. Februar 2019 starten, denn ab dann würde meine Tochter meine Wohnung benötigen. Meine geplante freundschaftliche Begleitung musste jedoch ausfallen. Doch mein Hostel war bereits gebucht – um 12,- Euro pro Nacht im gemischten 12er-Schlafsaal inklusive Frühstück. So entschied ich mich, meine Reise alleine anzugehen und buchte den Flug um 58,- Euro inklusive Gepäckaufgabe, ohne Stornomöglichkeit. Dies war eine echte Hürde und erforderte viel Mut für mich. Wow, ich hab’s tatsächlich getan! Ich hab gebucht! Jetzt gibt es kein zurück mehr! Doch einige Herausforderungen stellten meinen Abflug dann doch noch ordentlich auf die Probe.
Follow your heart… diese Worte habe ich der Paris-Karte entnommen und auch auf Spanisch und Italienisch auf meinem neuen Kofferschild festgehalten. Paris muss noch warten, es hat in der Detail-Planung noch nicht Platz gefunden. Spanien und Italien jedoch sehr wohl.
Folge deinem Herzen, es kennt den Weg!
Meine Reise kann beginnen – Von Europa nach Hawaii – mit Bildern und Highlights auf Instagram unter #fromeuropetohawaii nachzulesen.
Mehr folgt in den nächsten Ausgaben meines REISEBLOGS.
Das Thema, das mich im Moment beschäftigt, ist die Frage, wie weit gestalte ich meine Wirklichkeit?
Es ist für mich sehr erstaunlich, dass ich, sobald ich den Blick darauf geschärft habe, zu beobachten und wahrzunehmen, eine neue Tür aufging und für mich jetzt völlig neue Erfahrungen bereit hält. Das, was ich in den letzten Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten in Büchern erfahren durfte, bestätigt sich zu 100%!
JA – wir erschaffen unsere Welt und damit unsere Erfahrungen in jedem Augenblick. Je achtsamer wir mit uns umgehen, desto achtsamer gehen die Menschen mit uns um, denen wir begegnen.
In den letzten Monaten habe ich mich auch sehr mit Astrologie beschäftigt und das nun auf einer tieferen Ebene als bisher. Auch hier ist es erstaunlich, wie sehr die Symbole der Astrologie meine Erfahrungen spiegeln. In meinem Fall: Ich brauche das Du und ich werde nie alleine sein.
Wie beruhigend und wie beglückend, dass ich nun einen Beruf habe, der meine vollkommene Berufung ist. Durch die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern meiner spirituellen Seminare habe ich auch den Mut gefunden, mein Selbstbild durch das Fremdbild zu ergänzen.
Drei einfache Fragen: Was schätzt Du an mir? Was sind meine Stärken? Wo darf ich mich noch entwickeln?
erfordern Mut, wenn Du sie stellst. Aber was zurückkam, ist so beglückend, bestärkend und bereichernd. Es lohnt sich also. Besonders gefreut hat mich das Feedback:
Das Lehren sehe ich als eine deiner Stärken!
Wow, das tut so gut. Ja – ich weiß, ich bin am richtigen Weg und es fühlt sich wunderbar an, die eigene Berufung gefunden zu haben.
Ich wünsche auch Dir, geschätzter Leser, geschätzte Leserin: Mögest auch Du Deine Berufung finden und den Mut haben, sie zu leben und Deinem Herzen zu folgen.
Alles Gute dabei wünscht von Herzen
Deine Margeaux Brandl
P.S. Nähere Informationen zu meinen Seminaren findest Du hier!
Wenn die Natur endlich wieder erwacht,
unsere Seele lacht.
Der Winterschlaf ist vorbei,
Blumen, Gräser, Blätter erscheinen NEU.
Der Rückzug hat gut getan,
jetzt fängt alles wieder von vorne an.
Die Vögel zwitschern, die Herzen klopfen schnell
und es ist auch wieder viel länger hell.
Aus dem scheinbaren NICHTS erscheint ALLES wieder,
Zeit sich zu räkeln und auszustrecken deine Fühler.
Wie erlebst du den Neubeginn,
macht das alles für dich Sinn?
Ein Sterben und wieder auferstehen
ist in der Natur jährlich zu sehen.
Ein ständiger Wandel, in dem wir uns befinden,
nichts bleibt gleich, alles bewegt sich immerfort.
Genießt du die ERDE, diesen wunderschönen Ort?
Ein Ort der Vielfalt und Schönheit ohnegleichen,
sollten da nicht alle dunkeln Schleier von uns weichen?
Willst du klar und neu hinsehen, erleben, fühlen, schmecken
und dich nicht mehr hinter falschen Identitäten verstecken?
Und gemeinsam diese Schönheit genießen und
miteinander leben, in Liebe und Geborgenheit zerfließen?
Erfinde dich, so wie die Natur, immer wieder neu,
dabei bist du wirklich FREI.
„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon vor morgen früh.“ (Henry Ford, Großindustrieller).
Dass „die Menschen“ in absehbarer Zeit verstehen, wie das Schuldgeld funktioniert (und es auch glauben!), ist höchst unwahrscheinlich – und Revolutionen haben uns noch nie weiter gebracht. Wir brauchen daher andere Lösungen, die hier und jetzt und ohne Volksaufstand funktionieren!
Erstens ist das unsere Einstellung zum Geld. Denn die Wege des Geldes sind drei: Genießen, verschenken oder verlieren. Wer’s nicht genießt (es also nicht schätzt) und nicht verschenkt (es also auch anderen nicht gönnt), ist würdig, es zu verlieren.
Zweitens ist das unsere Einstellung zu den Schulden. Wenn wir uns ständig schuldig fühlen, nur weil unser Konto im Minus ist, dann füttern wir damit ununterbrochen unser Schuld- und Sühneprogramm. Wenn wir es jedoch genießen, Kredit zu haben (was bedeutet, dass die Bank oder jemand anderer uns vertraut!), dann ist das ein möglicher Weg zu immer mehr Fülle und Wohlstand!
Drittens können wir alle miteinander den seit Milliarden von Jahren bewährten Weg der Natur „Vielfalt statt Einfalt“ gehen und neben dem Schuldgeld noch andere, bessere Gelder ins Leben rufen. Gleichzeitig sollten wir alle Möglichkeiten des geldfreien Wirtschaftens ausschöpfen und weiter ausbauen – wie die Nachbarschaftshilfe und Familien jeglicher Art. Denn dann liegen Armut und Reichtum allein in unserer Hand.
„Lernen ‚S Geschichte!“ war einer der berühmten Sager des legendären österreichischen Kanzlers Bruno Kreisky. Was einem der letzten, echten Sozialdemokraten wichtig war, sollte auch uns wichtig sein. Denn die Geschichte lehrt uns, dass es schon einmal besser war als heute – viel besser:
Handwerker waren so gut bezahlt, dass sie pro Woche nur vier Tage zu je fünf bis sechs Stunden arbeiteten („Blauer Montag“). Bürger und Bauern trugen prachtvolle Kleider und bekamen ihre Speisen in fast allen Gasthäusern des Landes auf silbernen Tellern serviert. Selbst ungelernte Tagelöhner verdienten umgerechnet rund 1.000 Euro netto im Monat. Nach einer Studie der Harvard Universität zählt die zinsgeldfreie Gotik (1150 – 1450) mit ihrer bunten Vielfalt an regionalen Zweit- und Drittwährungen „zu den glücklichsten Zeiten der Menschheit“.
Die Zeit ist reif, dass wir die vielfältigen Möglichkeiten, wie wir unser eigenes Geld erschaffen können, entdecken und mit wachsendem Vertrauen zum Wohle des Ganzen nutzen.
Ganze Regionen können sich mit energiegedecktem „Geld“ autark machen. Und für unsere Sozialsysteme brauchen wir Zeitwährungen. Denn Zeit ist die einzige Währung, die alle Menschen in gleichem Maß besitzen. Das alles gibt es schon – wir brauchen es nur nachmachen und ausbauen.
Die schönste aller Währungen ist aber unser Vertrauen in uns selbst und in andere Menschen: Jeder trägt dann so viel bei wie er kann und möchte – es ist so einfach!
Quelle: Kary Nowak „Der SCHULD und SÜHNE UNFUG … und wie wir ihn beenden“ – erhältlich hier