Die Katzenflüsterer – Der BLOG #4

Die Katzenflüsterer – Der BLOG #4


Fortsetzung von WUNDER BUCH ZWEI als Blog …

Der ERLÖS des WUNDER-Buches kommt aktuell den Straßenkatzen in Dalmatien zugute!

Wie geht die Reise weiter? Wohin und mit welchen „Babys“? 

// Mai 2024 bzw. Rückblick ab Juni 2023

Im Katzenflüsterer-BLOG geht es um die dalmatinischen Straßenkatzen. Ab nun erliest du die Fortsetzung vom WUNDER Buch Zwei / Momente zum Staunen – Die Katzenflüsterer. Dort berichte ich über die samtigen Streuner, die wir am Camp auf der kroatischen Küste aufnehmen und wie wir – Sel & Gil – in die Rolle der Katzenflüsterer hineinfinden und wachsen. Ob wir aus der Rolle herausgekommen sind – darum geht es im BLOG #4 und mehr. Es blieben Fragen offen nach Buch Zwei, die meine Leser mir gestellt haben. NUN WIRD DAS GEHEIMNIS GELÜFTET! Ein wenig habe ich in den bisherigen Erzählungen bereits verraten.

Aber nun der Reihe nach. Mit welchen „Babys“ haben wir also die weitere Reise vom Camp an der adriatischen Küste fortgesetzt?  Und mit wie vielen? Aus 4 wird 8 wird 11-4-2 wird 5+2=7+(2+1+4)-5=9+ … Lasst uns diese Formel nun Schritt für Schritt beleuchten!

***

Auf dem Weg zum Paradies

Es war der Juni im Jahre 2023. Auf der Suche nach einem neuen Platz sind wir auf verschiedene paradiesische Orte gestoßen, für die wir sehr dankbar sind. In welcher Form wir „unser“ Paradies gefunden haben, wirst du noch erfahren. Doch erst mussten Entscheidungen getroffen werden …

***

Dazu möchte ich rückblicken, für alle, die WUNDER Buch Zwei noch nicht gelesen haben:

Begonnen hat alles im Oktober des Vorjahres, 2022, auf einem Campingplatz an der adriatischen Küste Dalmatiens. Dort sind uns 4 Straßenkatzen quasi zugelaufen und bald ans Herz gewachsen. Wir wollten sie nicht füttern, ihren Jagdinstinkt bewahren, doch Konsequenz war nicht unser Wort. Sie bekamen Leckereien und einen Platz auf Balkonien, um den Winter gut zu überstehen. Zu Jahresbeginn 2023 wurden wir Zeugen mehrerer triebhafter Ereignisse, aus der die Formel ihren Lauf nahm: 

Aus 4 wird 8! Wir durften Ende März mit Bijuty unsere ersten Katzen-Hebammen-Erfahrungen machen. Knapp ein Monat später lautete die Formel bereits: aus 8 wird 11. Auch Katzenmutter Lucy nahm unsere Geburtshilfe dankend an. Die Rechnung lautete somit 4 erwachsene Straßenkatzen plus 4 Kittens plus 3 Kittens ergibt ELF „Babys“! So nannten wir nämlich nicht nur die Kittens, sondern alle unsere lieb gewonnenen Miezen. Wie kommen wir aus der Rolle nur raus? Diese Frage stellten wir uns die Monate danach mehr denn je! Welche „Babys“ sollen, wollen, dürfen, können mit uns mitkommen? Auf die Weiterreise, denn wir mussten erst das Apartment und bald auch das Camp verlassen … Und wir wussten noch nicht einmal wohin!

Auszug aus dem WUNDER-Buch:

WUNDER FRIEDEN 

Bei all der Schwierigkeit des Treffens von Entscheidungen, bei der Suche nach Möglichkeiten, nach Lösungen, wo uns der Weg mit oder ohne den Straßenkatzen hinführen mag, bei all den ungelösten Rätseln, den Gedankenrädern, die in unseren Gehirnen rasseln, ist es ein großes WUNDER, wie FRIEDLICH es bei uns im Apartment ist, mit sage und schreibe ELF KATZEN. Wenn wir ruhig und friedlich in unserer Mitte verweilen, tun es auch unsere Miezen. Das Gesetz der Resonanz wirkt!

Eine wunderbare Gemeinschaft ist zwischen uns allen entstanden. Wir sind eine Familie, ein Rudel geworden, das zusammengewachsen ist. Wir gehören dazu. Wir lernen voneinander. Wir halten zusammen. Wir sind für unsere Miezen und Minimiezen da. Wir werden uns den Wunsch erfüllen und uns einen Wohnwagen beschaffen, oder ähnliches wird auf uns zukommen. Auf einem Platz des Friedens und der Liebe werden wir uns finden. Wir vertrauen! … So sei es! 

// Mai 2023

Ja! Wir haben uns einen Oldy-Wohnwagen angeschafft! Er wurde unser neues Domizil für die nächste Phase unseres Lebens und wir fühlten uns im Nu pudelwohl in diesem jungfräulichen Lebensabschnitt. Als wäre es nie anders gewesen. Es war genau unseres. Bald mussten wir mit unserem mobilen Heim das Camp verlassen … 

Wer soll nun auf unserer Weiterreise mitkommen? Alle elf „Babys“? 

***

Hier nimmt die FORTSETZUNG von WUNDER Buch Zwei seinen Lauf … 

Im besagten Juni 2023 mussten wir uns definitiv entscheiden! Elf Katzen mitnehmen? Im Wohnwagen? Unmöglich! Nachdem wir einen Platz in Slowenien angeboten bekommen haben, wägten wir alles ab, versuchten unsere Entscheidung, die nun unumgänglich war, mit einer Frage zu beantworten und danach zu treffen: 

Wie können wir dem Großen Ganzen damit dienen? Es sollte für alle Beteiligten, also ELF Katzen, wie auch für UNS beide, die stimmigste Lösung gefunden werden. Doch die gibt es leider nicht! Wie man das Blatt auch dreht und wendet, es fühlt sich immer so an, als würde irgendwer benachteiligt sein. Sollen wir die 4 Straßenkatzen, die hier ihre Heimat haben, wirklich wegreißen von ihrer gewohnten Umgebung, nur weil wir denken, die ELF zusammenhalten zu müssen? Ist es besser, Kittens und Katzeneltern auseinanderzureißen, damit die 4 hier aufgewachsenen Katzen ihr Zuhause behalten können? Wie würde es ihnen gehen, können sie überleben, wenn sie die regelmäßigen Fütterungen missen würden? Wie würde es den Kittens gehen ohne ihren Mamas? Wir wird es uns gehen, egal bei welcher Entscheidung? 

Miserabel, weil jede dieser Optionen sich nicht optimal anfühlte!

Wir ließen uns bis zum letzten Moment Zeit mit der endgültigen Entscheidung. Quasi von einer Führung gesteuert, schnappten wir am Tag X im Juni die SIEBEN KITTENS und erklärten den VIER KATZEN – Bijuty, Lucy, Sissy und Ohrli – was wir vorhaben, in aller Liebe: 

„Eure Babys sind nun alt genug, ihr habt ihnen viel beigebracht, sie sind bereit für die Welt da draußen. Wir müssen hier am Campingplatz die Zelte abbrechen, wir denken, ihr seid hier im Sommer jedenfalls mal gut aufgehoben … Eure Babys hätten es schwer hier zu überleben, ein Kampf um Futter und Revier wollen wir ihnen ersparen. Wir nehmen sie mit und – wir lassen euch hier … Hier ist euer Zuhause, hier seid ihr aufgewachsen, es ist eure Heimat, ihr kennt euch hier aus, fühlt euch wohl, wisst, wie ihr überleben und euch schützen könnt … Wir holen euch nach, wenn wir können!“ 

Wir packten alles zusammen, bauten das Vorzelt ab, bereiteten die Transportboxen vor … 

Die Katzen spürten, das etwas im Busch war. Eine Veränderung bevorsteht. Wir wollten gar nicht weiter nachdenken. Die Vermieter wurden informiert, Futter wurde bereitgestellt, für eine kleine Durststrecke mal. Wir stellten unserer geliebten Ursprungs-4er-Riege Wassernapf und Trockenfutter bereit – jede Menge, zwischen den Kirschbäumen neben unserem Platz. Neben dem Olivenbaum, wochenlang der Spielbaum unserer Samtpfoten, stand der Wohnwagen bereit. Nun wurde dieser ans Auto gekoppelt. Die Kittens in drei Transportboxen aufgeteilt. Auf das Bett hinter unseren Sitzen im Auto gestellt. (Ja, wir haben ein selbst eingebautes Bett in unserem Minivan, dieser war unser Camping-Domizil auf unserer Reisetour, bevor wir „Katzenflüsterer“ wurden.) „Die Sieben Zwerge“ wussten nicht, was ihnen geschieht. Aufregung machte sich breit. Bei uns allen. Es war schrecklich. Es fühlt sich noch heute krass an, daran zu denken. Mir kommen die Tränen. 

Wir strichen den vier zurückbleibenden Katzen nochmal fast mechanisch über das Fell, um nicht zu viel Gefühl aufkommen zu lassen, und setzten uns ins Auto. Im Rückspiegel sah ich sie am Napf fressen … Ich wollte es nicht sehen! Ich wollte am liebsten schreien, vor Verzweiflung! Wir verlassen nun tatsächlich den Ort des Geschehens – nach etwa acht Monaten – und lassen die vier hier im Stich? Wie können wir das nur tun? Es tat so weh im Herzen. Bäche sind geflossen … 

Doch es war in diesem Moment die beste Entscheidung für das Große Ganze. Für die Katzen. Die großen wie die kleinen. Für uns. Ja, es gab noch andere Möglichkeiten, die ich im Wunder Buch Zwei beschreibe. Doch für uns sind dies keine echten Optionen. Sie entsprechen nicht unserer Wahrheit … 

Unsere FORMEL berechnete sich damit an diesem 25. Juni 2023 neu: 11-4=7.

***

Hoffnung unterm Olivenbaum 

Die Vermieterin ließ uns einige Zeit später, als wir – die Geschichte wird noch folgen – unsere 4er-Riege besuchten, herzzerreißend wissen, wie die Katzen nach diesem traurigen Aufbruch reagierten:

„Jeden Tag trafen sich die vier Katzen unter dem Olivenbaum, wo unser Wohnwagen stand. Etwa zwei, drei Wochen lang ging das so. Sie standen lange Zeit da, immer auf der selben Stelle, sie schauten sich um, schauten ob wir kommen …“  

Mir kommen die Tränen, bei diesem Bild vor Augen, an jenem Olivenbaum …

***

Dies war nicht der einzige Abschied, den wir zu ertragen hatten … 

Fortsetzung folgt in BLOG #5 …

***

Möchtest du die WUNDER Geschichte der werdenden Katzenflüsterer in Buch-Form lesen?

Hier ist der LINK zur WUNDER-BUCH-REISE-ZWEI.

Der ERLÖS meiner WUNDER-Bücher kommt aktuell den Straßenkatzen in Dalmatien zugute!

„Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, das Tier hat Freude und Schmerz wie du, das Tier hat einen Hang zum Streben wie du, das Tier hat ein Recht zu leben wie du.“

Peter Rosegger
Die Katzenflüsterer – Der BLOG #4

Die Katzenflüsterer – Der BLOG #2

// März 2024 und Dezember 2023

Im Katzenflüsterer-BLOG geht es um die dalmatinischen Straßenkatzen. 

In WUNDER Buch Zwei / Momente zum Staunen – Die Katzenflüsterer berichte ich über die samtigen Streuner, die wir auf der kroatischen Küste aufgenommen haben. Der ERLÖS dieses WUNDER-Buches kommt aktuell den Straßenkatzen in Dalmatien zugute!

In BLOG #4 geht es um die Fortsetzung jener Wunder-Buch-Zwei-Story – zur klärenden Frage der Leser, welche unserer „Babys“ mit uns die Reise nach Slowenien angetreten haben und wohin diese uns geführt hat. 

Die nachfolgende Erzählung greift zeitmäßig vor und befasst sich ausführlich mit unseren lieb gewonnenen Straßenkatzen eines alten Steindorfes im kroatischen Hinterland, welche ein halbes Jahr später ihren Weg zu uns fanden. Oder besser gesagt wir zu ihnen. 

So auch damit, wie das Weihnachtswunder ihren Lauf nahm … 

***

Ein Weihnachtswunder

Die erzählerische Version (in BLOG #1 kannst du die POESIE-Version des Weihnachtswunders nachempfinden)!

29. März 2024. Gestern haben wir Maui gesucht, doch sie tauchte nicht auf. Nachdem wir die herzige Streunerin jüngst nach gefühlten zwei Wochen wieder entdeckt haben, bemerkten wir, Maui scheint trächtig zu sein. Sie hat einen gewohnt dicken Bauch, früher aufgebläht vom Milch-mit-Brot-Menü der hiesigen Dorfbewohner, die es gut mit den Straßenkatzen meinen. „Die ‚Mačkas‘ lieben Milch mit Brot!“, ließen sie uns euphorisch wissen. Schließlich erfüllten sie mit ihrer Geste Miezchens hungrige Bedürfnisse. Mittlerweile wurden manch solcher Futtergaben reduziert, da wir jenes Wissen der Tierärzte weitergaben, welches von Milch für Katzen unbedingt abrät. 

Doch nun wirkt Maui’s Bauch breiter und sie bewegt sich träger, anders als sonst. So haben wir sie die letzten Tage bewusst auf ihren Plätzen aufgesucht und mit fleischigem Katzenfutter versorgt, damit ihre Babys gut gestärkt das Licht der Welt erblicken können. 

In diesen Tagen macht uns so manche Begebenheit der Natur erneut gedanklich zu schaffen. Wie sollen die Babys überleben können da draußen in der Wildnis? Auch sind die Nächte im Dalmatinischen Hinterland noch recht kalt, mancherorts nach wie vor frostig. Bei den beiden Würfen, die wir seinerzeit an der Adriatischen Küste betreuen durften, war es uns ein großes Bedürfnis, die Kittens zu schützen, wobei dort im März des Vorjahres nicht die Kälte das Problem war. Vor wilden Tieren und triebhaften Katern, vor den Katzenvätern, die Katzenbabys töten wollen, damit Katzenmutter wieder empfangsbereit wird, wollten und konnten wir sie – Gott sei Dank – behüten. Wie können wir Maui und ihre Babys vor den Gefahren bewahren, die auf sie zukommen würden? 

Maui ist eine hellgrau-weiße Straßenkatze im dalmatinischen Steindorf, in dem wir seit einigen Monaten in einem renovierten Steinhaus – aktuell mit neun Katzen – im Hinterland leben. Maui kann zu ihren Artgenossen ein rechtes „Beißzangerl“ sein. Menschen gegenüber ist sie ein streichelweiches Geschöpf, sie liebt es liebkost zu werden. Wenn es ums Füttern geht, sieht die Sache ein wenig anders aus. Die von uns lieb gewonnene Dorf-Vierer-Riege, die wir regelmäßig versorgen, zu der Maui sich gerne gesellt, wird von unserem „Beißzangerl“ weniger liebevoll behandelt. Geschickt schnappt die graue Tigerkatze mit weißen Pfoten gewohnheitsgemäß deren Leckereien weg, obwohl sie reichlich mit Futter verwöhnt wird. 

Wohin mit den vielen „Babys“?

Mittlerweile gesellen sich mehr und mehr Dorf-Samtpfoten in unsere Nähe. Wir haben für jede der samtigen Persönlichkeiten in den Dorfstraßen rasch einen passenden Namen gefunden … 

Maui hat ihren aufgrund ihrer typischen süßen „Miau“-Rufe – man hört und erkennt sie schon von Weitem. Ihre Augen führen gedanklich nach Hawaii, sie erinnern an exotische Früchte der sonnigen Inselgruppe. Am Tag, als ich mir unter schöpferischer Führung den Weg zu dem alten Steindorf weisen ließ, war sie jene Mieze, die mir mit ihrem lautmalenden Miau als erste Dorf-Samtpfote entgegenkam. Sogleich ließ sie sich streicheln und wurde mit Trockenfutter verwöhnt, welches für hungrige Straßenkatzen im Auto stets bereit steht. 

Gipsy fand durch Weißtatze und Vagabundenleben ihren Namen – ihr linkes Bein ist auffallend weiß, welches einen Gipsfuß anmutet, bei ihrem sonst gelb-bräunlich gestreiften Fell mit weißen Flecken. Mieze Gipsy hat es faustdick hinter den Ohren, sie ist durchsetzungsstark und gleichermaßen überaus gutmütig. Eine treue Begleiterin, für Mensch und Tier. Gipsy ist DIE soziale Streunerin schlechthin, die Kater wie Katzen der Freundesriege grenzenlos sorgsam umhegt und pflegt und sie hingebungsvoll gerne putzt. Lehrstunde Raufen ist ebenso ihre Leidenschaft. Was ihre soziale Ader betrifft, könnte sie verwandt mit „Bröselchen“ sein, „Baby“ Nummer 3 aus unserem ersten Kitten-Wurf, die sich wenige Wochen jung zu den „Babys“ des zweiten Wurfes geschmiegt und die winzigen Neuankömmlinge geputzt hat. 

Gretl, die wie Gipsy augenfällig ein Bein weiß hat, wurde aus einem Impuls heraus nach der Märchenfigur benannt, nicht weil sie sich im Wald verlaufen hat, sondern weil sie eine verspielte, ungezwungene, dem Leben vertrauende Frohnatur ist. Als Jüngste in der Straßenriege war sie wohl erst ein paar Wochen alt, als ich sie erstmals entdeckte. Vor der Haustüre einer der wenigen Dorfbewohner saß sie, fröstelnd bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, hoffend auf eine Futtergabe, kuschelnd auf der Türmatte neben ihrer von Gesichtsausschlägen gezeichneten, anzunehmenden Mini-Schwester – welche nicht die einzige Dorfkatze war, die mittlerweile auf unnatürliche Weise verstorben ist. Die herzige, quirlige Gretl schafft es wie Maui, mit der einen oder anderen Artgenossin anzuecken. Die beiden sind sich in ihrem Gehabe wie auch optisch sehr ähnlich. Nur dass Gretl ein verletztes Auge hat, das ihr wohl eine Seheinschränkung bewirkt hat. Ob Gretl Maui’s Katzenkind ist? Von inniger Mutter-Tochter-Liebe ist wenig zu spüren. Gretl ist nicht nur die Jüngste der Riege, sie ist auch die Verspielteste, weiß sich mit den banalsten Dingen, wie Alpakawolle, Eicheln oder einer alten Zahnbürste auch alleine enthusiastisch zu beschäftigen. 

Maya hat ihren Namen nicht nach dem Märchen der treuen Biene Maja erhalten. Unser Weihnachtswunder wurde wohlwollend nach dem Volk der Mayas benannt, das ebenso wie die niedliche Samtpfote mit ihren treuherzigen Kulleraugen Bewunderung verdient. Gipsy und Maya wirken wie Geschwister auf uns. Maya ist im Gegensatz zu Gipsy jedoch eine sehr scheue Katze. Sie hat einiges durchgemacht, seit wir sie kennen. In Blog #1 „Ein Weihnachtswunder“ kannst du dir ein Bild in Reimform darüber machen. Wir fühlen uns in gewisser Weise schuldig – aber, nein, es gibt keine Schuld! Doch wir haben die Verantwortung zu tragen. Weiter unten erzähle ich warum … 

Oči heißt „Augen“ auf Kroatisch – weil der zarte weiß-gefleckte Kater mit dem superflauschigen Fell ein weißes, sprich blindes Auge hat, haben wir ihn danach benannt. Oči ist putzfaul, zum Glück ist er jener Kater, den Gipsy stets brav pflegt und so sich wohl sein Fell so wunderbar anfühlt. In unterstützender Riegen-Manier ist er im Gegenzug derjenige, der Gretl wie ein lehrender Vater zur Seite steht und ihr so einiges beibringt. Oči (mittlerweile O.G. geschrieben, weil die kreative Sprachaufzeichnung am Smartphone beim Diktieren seinen erwählten Namen auf diese Weise schrieb) war der erste, den wir Wochen später von seinen Trieben befreit haben … 

Und da gibt es noch so einige Kätzchen, Katzen und Kater, die uns im Dorf ans Herz gewachsen sind, aber auch jene, die krank sind und solche, die durch ihre Triebe oder ihren Schmerz andere, auch unsere Katzen jagen, sie erschrecken und ihnen womöglich Verletzungen zufügen. Unter aktuell gegebenen Voraussetzungen ist es jedoch ein schwieriges Unterfangen, diese aggressiven Tiere einzufangen, um ihnen in weiterer Folge Hilfe in Form von tierärztlicher Behandlung und Kastration anzubieten.

Wir baten um ein Weihnachtswunder

Inzwischen ist die genannte Vierer-Riege komplett kastriert. Wir haben uns die Bitten eines Tierschutzvereins in Österreich zu Herzen genommen, haben mit deren finanzieller Unterstützung das Tierleid durch das Kastrieren zu minimieren versucht. Es war einmal mehr eine Gratwanderung, wie so oft eine Prüfung sich zu entscheiden. Ist es richtig oder falsch, in die Natur auf diese Weise einzugreifen? Zu jener Weihnachtszeit, im Dezember 2023, bevor das Weihnachtswunder seinen Lauf nahm, wurden wir recht hart auf die Probe gestellt … 

Maya wurde nach ihrer Kastration eine Nacht lang unter Beobachtung gestellt – in unserem Vorzimmer, um sie von unseren Katzen abzugrenzen. Die beiden Schwestern wurden wenige Tage vor Weihnachten gemeinsam von uns zum Tierarzt gebracht, dort von ihren Trieben befreit. Gipsy konnte an jenem Nachmittag „entlassen“ werden, sie schien fit genug zu sein. Am nächsten Morgen brachten wir die scheue Maya, die längst ungeduldig war rauszukommen, sogleich zur Freundesriege zurück. Die aufkommende Freude war riesengroß, sie schmiegte sich erst an ihre Schwester, dann an O.G. und Gretl an, die Emotionen spielten sichtlich einen Tanz der Glückseligkeit. Die Katzen-Schwestern wälzten sich vor Wonne am Boden hin und her, wir konnten so ihren Schnitt gut erblicken, er war bei beiden astrein vernäht und wir waren frohen Mutes, ihre Operationswunde ist auf dem Weg der Heilung. 

Die Seifenblase ist rasch geplatzt, als Maya verschwunden war. Nach einer Weile des Suchens tauchte sie plötzlich auf einem verlassenen Grundstück auf, dort wo wir manchmal die Straßenkatzen auf einer Steinmauer füttern. Sie miaute ganz wild und sah uns dabei leidend in die Augen. Wir erkannten schockiert, ihre Wunde war aufgegangen und ein Teil des Gekröses (wie wir später erfuhren) hing aus ihrem Bauch heraus. Wir waren erschrocken und so rasch wir es bemerken konnten, so plötzlich war Maya mit einem Satz ins Gebüsch des Nebengrundstückes davongelaufen, nachdem sie von der quietschenden Gartentüre, die wir aufmachen wollten, um ihr zu Hilfe zu kommen, verängstigt wurde. Eine tagelange Suche in berechtigter Sorge war die Folge – hinter jedem Winkel, in jedem verfallenen Steinhaus, hinter jeder Kiste, auf halb abstürzenden Dachböden – und unter Aufruhr des ganzen Dorfes war es, als würden wir die Nadel im Heuhaufen suchen. Wir benachrichtigten die Tierärztin, die auch während der Feiertage bereit war, für den Einsatz, Maya zu retten. Und wir baten um ein Wunder! Vier Tage suchten wir stundenlang nach „unserer“ herzerweckenden Maya. Wo war sie nur? Warum kam sie nicht hervor aus ihrem Versteck und ließ sich helfen? Lebt sie noch? In einem der alten Steinhäuser fand Gil Blutspuren. Ob diese von Maya waren? Trotz großer Bersorgnis blieben wir im Vertrauen. „Maya wird auftauchen! Maya lebt!“, hielten wir an unserer Hoffnung, an unserem Glauben fest. Beteten zu unseren heilenden, geistigen Helfern. Dann passierte das Unglaubliche … 

Es war der 24. Dezember und das Weihnachtswunder fand seinen Lauf … Durch die Suche nach Maya fand Gil in einem der verfallenen, alten Steinhäuser, in dem er bereits mehrmals an den unterschiedlichsten Ecken nachschaute, versteckt unter Paletten und Heu, eine Katze. Tot. Doch es war nicht Maya! Es war die weiße Pipi mit dem Langstrumpf-Schwanz, anzunehmende Schwester von O.G., die seit Wochen abgängig war. Gil eilte aus dem Gebäude, um mir den Fund zu melden. In diesem Augenblick bog nur wenige Meter weit entfernt jemand um die Ecke! Wer kam uns da mit einem leisen Miau entgegen? MAYA! Aufatmen! Wir waren überwältigt, in diesem eigenartigen Moment der Fassungslosigkeit war damit nie zu rechnen. Es war wie surreal. 

Maya war geschwächt, doch für das was passiert war zum Glück einigermaßen okay. Sofort stärkten wir sie mit Futter und setzten die nächsten Schritte für eine ärztliche Versorgung in Bewegung … 

Wie nah Leid und Freude beieinander liegen, war in diesen Momenten in jeder Zelle unseres Seins spürbar. Es war Heilig Abend. Die Dämmerung brach heran. Weihnachten in gelernter Art und Weise zu leben war seit langem für uns unwichtig geworden, vielmehr lieben wir die Ruhe und Stille, fernab vom Trubel dieses der Konsumorientierung verkommenen Festes. So fühlt es sich für uns an. Doch wir nahmen jenes segensreiche, wunderbare Geschenk des Universums dankend an! 

Maya war „auferstanden“! 

Pipi – das war uns sofort sonnenklar – wollte sich finden lassen. 

Durch die Suche nach Maya konnte ihr Schicksal aufgeklärt werden. 

Mayas Seele hat sich wohl mit Pipis Seele zusammengesprochen.

Maya wollte gesucht werden, damit Pipi gefunden wird. 

Pipi war unverkennbar verwandt mit O.G. – die gleiche Augenform, einen ähnlichen Blick in den Augen und weiches wie „mit Fewa-Wolle gewaschenes“ weißes Fell, eben wie unser flauschiger Freund O.G., der zu ihren Lebzeiten stets an ihrer Seite verweilte. Pipi wurde mit einer Schussverletzung aufgefunden. Wir vermuten, sie wurde an diesem Fundort versteckt, oder sie konnte nach dem Schuss noch fliehen und verendete unter den Paletten. Die Jäger waren in der Woche, als Pipi verschwand, im Dorf. Eine Patronenhülse wurde später in der Nähe des Fundortes entdeckt. Mitten im Dorf! Wo normalerweise niemals jemand schießen sollte! Bis heute wissen wir nichts über den Hergang, wie Pipi ihr Leben verlor. Zumindest war der Fund von Pipi aber eine Erleichterung, insofern, weil wir nun wussten, etwas war passiert – auch wenn die Hoffnung, Pipi lebend zu wissen, bis dato jene war, die nun gestorben ist. Das Ende der Täuschung. 

Wir konnten Maya – verschreckt wie sie war – nicht gleich einfangen. Sie war so unglaublich schnell, wenn man sie in den Transportkorb locken wollte. In unsagbarer Dankbarkeit schafften wir dies nach einer Reihe von Versuchen am nächsten Morgen und brachten Maya an jenem Christtag zur Tierärztin, wo sie nochmals operiert wurde. In unserer Obhut, anfangs mit Halskrause in unserem Badezimmer, war es nun wichtig, die Wunde gut verheilen zu lassen und dazu war Schonung angesagt. Mit unseren Katzen wurde die als Eindringling eingeschätzte Artgenossin nicht recht „warm“, und umgekehrt. So waren wir erleichtert und glücklich zugleich, als wir Maya nach zehn Tagen Genesungszeit in die Freiheit entlassen konnten, zurück zu ihren Freunden.

Der ERLÖS dieses WUNDER-Buches kommt aktuell den Straßenkatzen in Dalmatien zugute!

***

Möchtest du die WUNDER Geschichte der werdenden Katzenflüsterer in Buch-Form lesen?

Hier ist der LINK zur WUNDER-BUCH-REISE-ZWEI.

Lies weiter in BLOG #3, wo es um die Ehrerbietung geht, die uns Maui schenkte! 

Woraus sich die aktuelle FORMEL „Aus 4 wird 8 wird 11-4-2 wird 5+2=7+2+(1+4)-5=9+“ berechnet, wird ebenso im nächsten und folgend in den nächsten BLOGs beleuchtet …

ES GIBT NUR ZWEI TAGE IN DEINEM LEBEN, AN DENEN DU NICHTS ÄNDERN KANNST. DER EINE IST GESTERN UND DER ANDERE MORGEN.

DALAI LAMA
Die Katzenflüsterer – Der BLOG #4

Die Katzenflüsterer – Der BLOG #1

// 11. März 2024 

Im Katzenflüsterer-BLOG geht es um die dalmatinischen Straßenkatzen. 

In WUNDER Buch Zwei / Momente zum Staunen – Die Katzenflüsterer berichte ich über die samtigen Streuner, die wir auf der kroatischen Küste aufgenommen haben. 

Im BLOG geht es um die Fortsetzung – und um einen AUFRUF …

Maya – Ein Weihnachtswunder

Als erst Pipi und Wochen später Maya verschwunden ist …

Eigentlich wollte ich einen BLOG-Artikel schreiben über „Das Weihnachtswunder“. Doch die Poesie hat mich gepackt und ich hab diese WUNDER-Geschichte in einen Reim fließen lassen. Die BOTSCHAFT, die ich daraus in die Welt tragen möchte, lautet: ES GIBT SIE! DIE WUNDER DIESER WELT! Man muss nur darauf vertrauen, sie erkennen, ihnen eine Chance geben, manchmal hilft auch ein LOSLASSEN, damit sie sich zeigen dürfen.

Wann hast du zuletzt ein WUNDER erlebt?

Mit diesem BLOG möchte ich auch einen AUFRUF an dich starten! Mitzuwirken, in einen meiner nächsten WUNDER-BUCH-REISEN. Dort kannst du DEINE WUNDER-GESCHICHTE veröffentlichen. Lass uns teilhaben an deinem WUNDER! Wende dich gerne für Fragen oder die Zusendung deiner WUNDER an: Bücher mit Herz.

Klicke auf den jeweiligen, nachfolgenden LINK, um WUNDER BUCH EINS „Die Brücken, die Gott baut“ bzw. WUNDER BUCH ZWEI „Momente zum Staunen – Die Katzenflüsterer“ aufzurufen und mehr über meine WUNDER zu erfahren.

Nun wie versprochen die Weihnachtswunder-Geschichte als dichterisches Werk. Ob du das Weihnachtswunder erspüren kannst? Fühle hinein! Lass dich darauf ein! Viel Freude im poetischen Sein!

Hier auch das Audio zum ANHÖREN:

Maya – ein Weihnachtswunder

// 11. März 2024 

Weihnachten ist längst vorbei

wenn alles bunt wird im Monat Drei

Sonnenstrahlen stärken Mensch, Tier, Natur

Endorphine spendieren Lebenskraft pur

Elemente wirken, lassen Samen begießen

Das Wunder Frühling regt sie an zum Sprießen

Sinnlich schwelgend zeigt sich mir ein Bild

aus vergangener Jahreszeit, weniger mild

Maya, verletzt, vor Weihnacht verschwunden

Nach tagelangem Suchen Blutspuren gefunden

´s alte Steindorf wurde in Aufruhr gebracht

Türen, Kammern, Schränke, Truhen aufgemacht

Miezchen Maya war nirgendwo aufzuspüren

doch ließ ein anderer Fund Herzen berühren

Samtpfötchen Pipi bereits Wochen abgängig

Wahre Enthüllung zeigt sich als notwendig

Ohne Maya’s Suche Pipi niemals entdeckt

deren Schusswunde hat uns bitter erschreckt

Mayas Seelchen war sich zu opfern bereit

um Pipis Rätsel zu lösen in magischer Zeit

Leid und Freud auf Erden oft sehr nah –

… um die Ecke gebogen, schon war Maya da!

Ein Moment staunender Freude am Heilig Abend

Weihnachtswunder eingetroffen, dankend.

Maya - Ein Weihnachtswunder

Wenn du mehr über die Hintergründe und die tiefere Geschichte über das WUNDER MAYA erfahren möchtest, lies BLOG #2, hier erweitere ich die poetische in eine erzählerische Version.

Viele WUNDERVOLLE Momente zum Staunen wünscht dir

Selina

Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder. 

(Peter Rosegger)

Pin It on Pinterest