BLEIB IM FLOW mit Margeaux #6

BLEIB IM FLOW mit Margeaux #6

Wie und warum entwickelt sich der Schatten?

Seine Entwicklung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren infolge der  von der Umwelt  heran getragenen Anforderungen, Erwartungen, Gebote und Verbote. Diese lassen nur einen Teil der Persönlichkeit zur Entfaltung kommen.

Beispiel: Sich vehement durchzusetzen ist in unserer westlichen Kultur bei Jungs OK. Die Mädchen werden zum Nachgeben angehalten – die Klügere gibt nach.

Schattenprojektion

Zunächst wird der eigene Schatten gewöhnlich negiert oder aber auf Personen und Objekte außerhalb des eigenen Ichs projiziert. Unbewusste Schattenprojektionen auf den jeweils anderen Menschen sind typisch.

Wenn wir das Beispiel "sich vehement durchzusetzen" nochmals bemühen. Nehmen wir an, ich habe die Fähigkeit mich vehement durchzusetzen in mir. Aber aufgrund meiner Erziehung gestehe ich mir diese Möglichkeit nicht zu. Dann komme ich in eine Art "Gewissenskonflikt", wenn ein anderer Mensch sich vehement durchsetzt.

Insbesondere dann, wenn er das mir gegenüber macht. Die übliche - und gesellschaftlich tolerierte Reaktion: Verärgerung, Trauer, Wut, Enttäuschung.

In einem anderen Umfeld könnten ganz andere Reaktionen möglich sein wie z.B. Ausgrenzung.

Kommen wir nochmals zum zuerst einmal inneren Konflikt zurück, folgende Stationen werden in diesem Fall ganz schnell durchlaufen:

1. Die oder der macht genau das, was ich mir selber nicht erlaube.

2. Darf der oder die das überhaupt?

3. NEIN!!! Wenn ich es nicht darf, darf es der andere auch nicht!

4. Bekämpfung der "falschen" Handlungsweise.

Wie könnte ich die - von mir als falsch beurteilte - Handlungsweise bekämpfen?

* indem ich den anderen verurteile (ihm meine Meinung sage oder hinterrücks über ihn schimpfe oder ihn einfach gedanklich gering schätze)
* den Konflikt offen austrage (durch Diskussion oder Streit)

Durch Bewusstwerdung kann ich solche Muster durchbrechen und Konflikte bewusst austragen. Und genau deshalb ist es so wichtig, sich den eigenen Schatten bewusst zu machen.

Bleib im Flow mit Margeaux - Das wünsche ich dir von Herzen

Weil ich gefragt wurde ... Margeaux ist französisch, ausgesprochen wird das Mar-go - es reimt sich auf Flow)

Die Reise zu mir selbst …

… geht weiter.

Am Montag hatte ich meine erste echte Herausforderung, seitdem mein Experiment läuft.

Du erinnerst dich an mein Experiment?

Die Schwingung hoch zu halten, egal was kommt – seit sechs Wochen gelingt mir das, aber am Montag hat es mich „daklatscht“.

Ich habe erfahren, dass mein Sohn die Klasse wiederholen muss, ein Jahr mit extrem viel Einsatz von meiner Seite umsonst. In mir war Enttäuschung, Enttäuschung, Enttäuschung und vor allem eine riesengroße Trauer.

Mein eigener Schulalbtraum sitzenzubleiben, kam mir hoch. Ich hatte immer eine Riesenangst davor wiederholen zu müssen und habe ALLES dafür getan, um das nicht erleben zu müssen. Es ist mir gelungen! Aber um welchen Preis?

Indem ich mich total verbogen habe und ich seither einige Traumata aus der Schule mit mir rumschleppe. All das kam hoch. WOW. Mit einer Wucht, die mir eine schlaflose und verheulte Nacht bescherte.

Herausfordernd war vor allem, in der Selbstverantwortung zu bleiben und nicht in den Umständen, bei meinem Kind oder wem auch immer die SCHULD zu suchen, sondern bei mir zu bleiben: Ich hab´s verbockt, ihn nicht ausreichend vorbereitet bzw. ihn nicht schon im Halbjahr in die Regelschule gesteckt, weil da war mir eigentlich schon klar, dass es heuer einfach nicht mehr funktioniert, so wie die drei Jahre davor.

Doch es ist, wie es ist. Und ich weiß nicht, wofür es gut ist.

Mein größter Lehrmeister ist mein Sohn. Kein anderer Mensch hat mich so gefordert und dabei soviel über mich und meine Grenzen aufgezeigt – wie er.

Wie hat er reagiert?

Nach dem ersten Schreck – ziemlich gelassen. „Ist OK, geh ich halt in die Schule. Mama kränk dich nicht so. Ist ja nicht so schlimm.“

Übrigens haben das auch meine beiden Töchter gesagt.

Heute geht’s wieder. Ich hab heute auch wieder meine Motivations-CD gehört, gelacht und ein erstes Erfolgserlebnis gehabt.

Das Leben geht weiter und ich gehe mit.

Was ich gelernt habe?

  • Veränderung und Unerwartetes passiert täglich.
  • In der Selbstverantwortung bleiben.
  • lösungsorientiert bleiben, anstatt Probleme zu wälzen.
  • Die eigenen Gedanken kontrollieren. Was finde ich so schlimm daran? Ach dieser eine Gedanke macht mich so traurig! Wie könnte ich anders denken? Was ist das Positive daran?

Gut ist in solchen Situationen ein aufbauendes, positives Buch oder ein positives Video bei der Hand zu haben, das dich wieder positiv stimmt.

  • Gefühle wie z.B. Trauer zulassen, sprich Weinen
  • Sich mit lieben, positiv denkenden Menschen austauschen.

Tja und nach jedem Regentag scheint die Sonne wieder.

Möge sich die bedingungslose Liebe auf dieser Welt und in Deinem Herzen ausbreiten, das wünscht sich

Margeaux von

Bücher mit Herz

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